Was ist Flow?

von | 26. Mrz 2023 | Allgemein

Jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens das ein oder andere Schlüsselerlebnis – sei es eine Begegnung mit einem ganz besonderen Menschen oder Ereignisse die alles zuvor Geglaubte in Frage stellen. Eins meiner Schlüsselerlebnisse war die Entdeckung der Flow-Theorie nach Mihaly Csikszentmihalyi. Ich möchte dich gern dazu einladen, dich ebenfalls mit diesen Erkenntnissen zu beschäftigen.

Hast du auch manchmal das Gefühl von Unordnung im Kopf? Gedanken die hin und her springen, du fühlst dich unsicher und desorientiert? Dann spricht man von psychischer Entropie. Sie ist sozusagen die Unordnung in deinem Bewusstsein. Das genaue Gegenteil davon, ist der Flow – die Ordnung in deinem Bewusstsein.

Psychische Entropie – Unordnung im Bewusstsein

Psychische Entropie ist ein Begriff aus der Psychologie, der sich auf einen Zustand der Unordnung, Instabilität und Desorganisation in der menschlichen Psyche bezieht. Der Begriff leitet sich von dem Konzept der Entropie in der Physik ab, dass sich auf den Grad der Unordnung in einem System bezieht.

In der Psychologie meint psychische Entropie einen Zustand, in dem ein Mensch in einer negativen Denkschleife feststeckt, sich in einem Zustand der Verwirrung, Unsicherheit und Desorientierung befindet, und Schwierigkeiten hat, Entscheidungen zu treffen oder Handlungen durchzuführen. Dies kann zu einem Gefühl der Überforderung und der emotionalen Instabilität führen.

Psychische Entropie kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, wie zum Beispiel durch Stress, Konflikte, ungelöste emotionale Probleme, oder auch durch den Mangel an Struktur und Klarheit in einem Leben oder Arbeitsumfeld. Es ist wichtig, psychische Entropie zu vermeiden oder zu reduzieren, da sie langfristige negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben kann.

Einige Möglichkeiten, um psychische Entropie zu reduzieren, sind zum Beispiel die Etablierung von Routinen und Strukturen im Alltag, die Stärkung von sozialen Beziehungen, die Einführung von Meditation oder anderen Entspannungstechniken, oder auch die Arbeit an der persönlichen Entwicklung durch Psychotherapie oder Selbstreflexion.

Flow – Ordnung im Bewusstsein?

Flow ist ein Zustand der Konzentration und des Eintauchens in eine Aufgabe, die als sehr anspruchsvoll empfunden wird. Es ist ein psychologischer Zustand, der durch den Abbau von Stress und eine stärkere Konzentration auf die vorliegende Aufgabe gekennzeichnet ist. Der Begriff „Flow“ wurde von dem ungarisch-amerikanischen Psychologen Mihaly Csikszentmihalyi als Konzept entwickelt. Er wies darauf hin, dass Flow zu einem Gefühl der Befriedigung führt, da es sich um einen besonderen Moment handelt, in dem man alles andere vergisst und sich völlig auf die jeweilige Tätigkeit konzentriert.

Csikszentmihalyis Flow-Theorie basiert auf 8 Kriterien:

    1. Klare Ziele
    2. direktes Feedback,
    3. ein hohes Maß an Herausforderungen und Fähigkeiten,
    4. engagiertes Handeln,
    5. Verlust der Selbstwahrnehmung,
    6. Gefühl des Zeitverlusts,
    7. Autotelisches* Erleben sowie
    8. Balance zwischen Anstrengung und Belohnung.

*Autotelisch ist ein Begriff, der sich auf eine Tätigkeit oder ein Handeln bezieht, das aus sich selbst heraus motivierend ist, ohne dass eine externe Belohnung oder Anreiz benötigt wird. Es beschreibt eine Eigenschaft oder einen Zustand, bei dem eine Person intrinsisch motiviert ist, weil sie Freude an der Aktivität selbst hat, und nicht, weil sie auf eine externe Belohnung oder ein Ziel hinarbeitet. Ein Beispiel für eine autotelische Tätigkeit ist das Spielen eines Musikinstruments oder das Schreiben eines Buches. Es ist nicht das Ziel, Geld oder Ruhm zu erlangen, sondern die Aktivität an sich bringt Freude und Erfüllung. Eine Person, die autotelisch ist, kann auch als selbstmotiviert oder intrinsisch motiviert bezeichnet werden.

Dieser Prozess erfordert starkes Engagement bei den Dingen die man tut und liefert mit jeder Herausforderung mehr Befriedigung. Flow stellt eine Art innerer Motivation dar, die uns hilft, uns selbst zu übertreffen. Je mehr wir uns auf unsere Fähigkeiten konzentrieren und uns anstrengen, desto größer ist die Chance auf Flow-Erfahrungen.

Die Auswirkungen des Flows sind nicht nur positiv für den Einzelnen – sie haben auch Einfluss auf die Arbeitsteams oder Unternehmen. Wenn Mitarbeitende Flow-Erfahrung machen können, steigert dies ihr Engagement und führt zu mehr Produktivität im Team. Flow-Erfahrung ist etwas Besonderes; es liefert uns mit jeder Herausforderung mehr Befriedigung. Wenn wir in den Flow-Zustand wechseln, erhalten wir direktes Feedback über unsere Fortschritte in Form von positiven Emotionen und einem Gefühl des Stolzes sowie der Erfülltheit. Es ist daher keine Überraschung, dass viele Menschen danach streben Flow-Erfahrungen zu machen – aber es erfordet Disziplin und Engagement! Wenn Du also die Theorie von Csikszentmihalyi verstehen möchtest und Flow-Erfahrungen machen möchtest – beginne zunächst damit, deine Ziele klar zu definieren und deine Fähigkeiten zu verbessern!

Die psychologische Forschung hinter Flow

Die meisten uns sind daran gewöhnt, unseren Alltag so zu gestalten, dass wir möglichst effektiv und produktiv sind. Wir planen unsere Zeit und versuchen, jede Minute optimal zu nutzen. In diesem Ratgeber erfährst du jedoch, warum es manchmal besser ist, dich einfach treiben zu lassen – und was die psychologische Forschung über den Zustand des „Flow“ sagt. Wenn wir im Flow-Zustand sind, haben wir das Gefühl, die Zeit verfliege nur so. Wir konzentrieren uns vollkommen auf die Aufgabe oder Aktivität und fühlen uns vollkommen in unserem Element. Oft beschreiben Menschen den Flow-Zustand als ein Gefühl der Einheit von Körper und Geist – als ob man gar nicht anders könnte als gerade jetzt genau diese Sache zu tun. Der amerikanische Psychologe Mihály Csíkszentmihályi hat den Begriff „Flow“ 1991 in seinem Buch „The Psychology of Optimal Experience“ (dt: Die Psychologie des Glücks) popularisiert. Er untersuchte Menschen in ihrem täglichen Leben und stellte fest: Immer dann, wenn Menschen glücklich sind und ihr Leben positiv bewertet haben, waren sie gerade damit beschäftigt etwas Neues zu lernen oder etwas Herausforderndes zu meistern. Diese Erkenntnis brachte Csikszentmihalyi schließlich auf die Idee vom Flow-Zustand: Der Moment also, in dem weder Routine noch Langeweile herrscht; an dem aber gleichzeitig keine Angst auftritt, weil die Herausforderung perfekt an unser Fähigkeitslevel angepasst ist.

Die psychologische Forschung hat sich in den letzten Jahren intensiv mit der Flow-Theorie auseinandergesetzt. Die Flow-Theorie beschreibt einen Zustand tiefer Konzentration, in dem der Mensch sich voll und ganz auf eine Aufgabe oder eine Erfahrung konzentrieren kann. In diesem Zustand werden Gedanken und Emotionen zurückgedrängt und man kann sich voll und ganz auf die Aufgabe konzentrieren, ohne von Ablenkungen gestört zu werden.

Die Forschung hat gezeigt, dass Flow-Zustände vor allem bei kreativen Aufgaben und bei komplexen Problemstellungen am häufigsten vorkommen, aber auch bei einfachen und monotonen Aufgaben beobachtet werden können. Flow-Zustände sind oft mit einer positiven Erfahrung verbunden, da die Person ein Gefühl von Glück, Erfolg und Kontrolle verspürt. Aus psychologischer Sicht kann Flow als ein Zustand der intrinsischen Motivation betrachtet werden, in dem die Person das Gefühl hat, die Aufgabe zu Meistern und durch die Aufgabe besser zu werden.

Wie erreichen wir den optimalen Zustand des Flows?

Um den optimalen Zustand des Flows zu erreichen, müssen wir zuerst ein Verständnis dafür entwickeln, was uns zu einer positiven emotionalen Erfahrung befähigt. Dazu müssen wir das Zusammenwirken von Körper, Geist und Seele verstehen.

Dazu gehört es, die Verbindung zu unseren eigenen Gefühlen und inneren Bedürfnissen wiederherzustellen, strenge Selbstdisziplin zu entwickeln und eine ausgeglichene Balance zwischen Aktivität und Entspannung zu finden. Wir müssen lernen, uns unseren Problemen zu stellen, statt uns davor zu verstecken, und uns die Freiheit geben, uns selbst zu akzeptieren und unsere Grenzen zu respektieren.

Darüber hinaus müssen wir auch versuchen, ein Gefühl der Autonomie und Kontrolle in unserem Leben zu entwickeln, anstatt uns der Passivität der Umstände auszuliefern. Wir müssen lernen, uns mit unseren eigenen Fähigkeiten auszurüsten und uns von externen Quellen zu befreien, um ein Gefühl der Energie und Kreativität zu erlangen.

Diese Bemühungen werden uns dabei helfen, ein Gefühl von Flow und Effizienz zu erlangen, die uns eine positive und konstruktive Lebenseinstellung verleihen und uns helfen, Stress abzubauen und unsere Ziele zu erreichen.

Was kann dabei helfen, eine Flowerfahrung zu machen?

Es gibt verschiedene Dinge, die dazu beitragen können, eine Flow-Erfahrung zu machen:

Klare Ziele setzen: Wenn man klare und herausfordernde Ziele setzt, kann man sich auf die Tätigkeit konzentrieren und seine Aufmerksamkeit auf das Wesentliche richten

    1. Fokus und Konzentration: Eine konzentrierte Aufmerksamkeit auf die Tätigkeit ist notwendig, um in den Flow-Zustand zu gelangen. Ablenkungen sollten minimiert werden.
    2. Feedback erhalten: Regelmäßiges Feedback über den Fortschritt und die Leistung kann dazu beitragen, das Selbstbewusstsein zu stärken und die Motivation zu erhöhen.
    3. Sich selbst herausfordern: Die Tätigkeit sollte weder zu einfach noch zu schwierig sein. Eine optimale Herausforderung, die dem eigenen Können entspricht, ist ideal.
    4. Freude an der Aktivität haben: Wenn die Tätigkeit an sich Freude bereitet, ist es leichter, in den Flow-Zustand zu gelangen.
    5. Frei von äußerem Druck: Es ist wichtig, frei von äußerem Druck oder Stress zu sein, um den Flow-Zustand zu erreichen.
    6. Ein gutes Zeit- und Selbstmanagement: Es ist hilfreich, eine ausreichende Menge an Zeit für die Tätigkeit zu haben und sich auf die Tätigkeit selbst zu konzentrieren, um in den Flow-Zustand zu gelangen.

Es ist auch wichtig, eine positive Einstellung zu haben und sich selbst zu erlauben, in den Flow-Zustand zu gelangen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie man aussieht oder was andere denken könnten. Flow-Erfahrungen können in verschiedenen Tätigkeiten, wie zum Beispiel beim Sport, in der Kunst oder beim Schreiben, erlebt werden. Es ist jedoch nicht garantiert, dass man in jedem Versuch eine Flow-Erfahrung hat. Flow ist eher eine spontane Erfahrung, die auf natürliche Weise entsteht, wenn alle notwendigen Bedingungen erfüllt sind.

Persönlichkeitstests können bei der Erlangung des Flowzustands helfen, da sie unterstützen können, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, wie man sich emotional und mental fühlt. Sie helfen auch dabei, potenzielle Stolpersteine zu erkennen und zu identifizieren, die das Erreichen des Flowzustands verhindern könnten. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass solche Tests nur ein Anfang sein können. Es liegt an dir, zu erkennen, was deine persönlichen Stärken und Schwächen sind, um einen Flow-Zustand zu erreichen. Wenn du das erkannt hast, kannst du weitere Strategien entwickeln, um dein Ziel zu erreichen.

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